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Myofascial Release/ Faszientherapie

Myofascial Release – Therapie des Fasziennetzes

Das Fasziennetz umspannt und verbindet wie ein dreidimensionales Netz alle Organstrukturen des Körpers. Es besteht aus Bindegwebe: kollagenen und elastischen Fasern, Zellen und Wasser. 25% der Körperflüssigkeit befinden sich hier. Durch die Anwesenheit verschiedener Rezeptoren ist es strukturell und funktionell mit dem gesamten Nervensystem verbunden.

Wird das Fasziennetz durch Tiefengewebsmanipulation und Triggerpunkte mittels der Faszientherapie manuell bearbeitet, kann positiv auf das Nervensystem eingewirkt werden. In den letzten Jahrzehnten wurde zudem die Behandlung der Muskulatur unberechtigter Weise einer Behandlung der Faszien vorgezogen. Nach neusten Forschungen ist es jedoch ebenso- in manchen Fällen sogar wichtiger am Fasziensystem als an den Muskeln zu arbeiten.

Durch Verspannungen, Blockaden oder Narben ist die zur jeweiligen Struktur gehörende Faszie dehydriert, verklebt und verkürzt, wodurch der Fluss der Körperflüssigkeiten erschwert oder verhindert wird. Hier kann Myofaszial Release hilfreich sein.

 

 Ziele der Arbeit mit Myofascial Release/ Faszientherapie:

  • ermitteln und auflösen chronischer Ristriktionen, Verklebungen und Verkürzungen im Fasziennetz
  • Einwirken auf die Faszienspannung des Gesamtorganismus, um z.B. Fehlstellungen von Gelenken zu entlasten z.B. Atrhrosen, Skolliosen, Atmung
  • Veränderungen stereotyper Bewegungsmuster durch Erreichen einer größeren Bewegungsfreiheit
  • neuro- physiologische Funktionen verbessern
  • Schmerzsyndrome reduzieren/ auflösen
  • Selbstwahrnehmung, somatisches Empfinden verstärken
  • ausgleichend auf das vegetative Nervensystem einwirken und so Stress reduzieren
  • Das Gewebe in seiner Qualität verbessern und somit in seiner Funktion: z.B. Hydrierung verbessern

Die Arbeitsweise der Myofascial Release Technik/ Faszientherapie erfolgt durch langsame- einschmelzende Griffe der Therapeutenhand oder des Ellbogens. Durch ständige Rückkopplung mit dem Patienten wird das Gewebe nur so stark/ tief manipuliert, wie der Behandelte es aushalten kann. Es werden keine ruckartigen Behandlungstechniken ausgeführt.

Der Patient führt unter Anleitung des Therapeuten Mikrobewegungen aus, durch dieses Zusammenspiel von Therapeut und Patient wird die Myofaszial Release Behandlung intensiviert.

Indikationen: bei welchen Beschwerden eignet sich Myofaszialrelease/ Faszientherapie:

  • Myofasziales Schmerzsybdrom
  • Chronische Fibrosierung von myofaszialen Strukturen
  • Beeinflussung und Stabilisierung von Skoliosen
  • Reduzierung des Reizgeschehens bei myofaszialen Stress Syndrom
  • Posttraumatische Gelenkskontrakturen und Bindegewebs-Restriktionen, durch Narben hervorgerufen
  • Narben nach chirurgischen Eingriffen
  • Muskelverspannung aufgrund von Stress
  • (Spannungs-)Kopfschmerzen
  • Lumbo-Ischialgien/ Lumbago (Hexenschuss)
  • Thorcic-Outlet Syndrom und Cervico-Brachialgien
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Tarsaltunnelsyndrom
  • Dupuytrensyndrom
  • Supraspinatussyndrom/ Impingement
  • Tennis-/Golfellenbogen/ Mausellenbogen, Maushand
  • Posturale Dysbalancen
  • Kiefergelenks-Dysfunktionen- CMD
  • M.Bechterew/ M.Scheuermann
  • Arthrosen aller Gelenke
  • Bandscheibenvorfälle außer bei Lähmungserscheinungen
  • Trichterbrust
  • chronische Atemwegserkrankungen

 Myofaszial Release/ Faszientherapie ist als Manuelle Therapie per Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) über die Beihilfe, Bundesbeihilfe, Postbeamtenkrankenkasse, Privatkrankenkassen sowie Zusatzversicherungen bei gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähig.